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Juniorenregatta Köln

weit vorne
weit vorne Quelle: Fam. Effert
Quelle: Fam. Effert
Quelle: Fam. Effert

Dat Wasser vun Kölle es jot – Lukas Effert wieder in der Erfolgsspur


In Anlehnung an ein Lied der Bläck Fööss können wir für die Kölner Juniorenregatta festhalten: der Fühlinger See liegt unserem ambitionierten Sportler. Nachdem es bei der Münchner Juniorenregatta, wie berichtet, nicht rund gelaufen ist, konnte Lukas in Köln mit seinen Partnern die Klasse unter Beweis stellen und zumindest den Schreiber dieser Zeilen wieder einigermaßen optimistisch stimmen für den weiteren Verlauf der Saison auf dem Weg zur Deutschen Jugendmeisterschaft. Nach dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis aus München haben sich Henry und Lukas gemeinsam mit Ihren Trainern neu justiert und sich vorgenommen, den Zweier ohne in Köln zu forcieren um hiermit eine gute Ausgangslage für die nächsten Rennen zu schaffen. Soviel vorweg: das ist geglückt.


An beiden Tagen startete Lukas Effert gemeinsam mit Henry Duis (Saarbrücken) im Zweier ohne Steuermann und ergänzt um Jakob Stalf (Limburg) und Till Hargarter (Wetzlar) im Vierer ohne Steuermann.

Das erste Rennen im Vierer ohne konnte am Samstag deutlich mit 6:26,05 gewonnen werden, vor der Renngemeinschaft aus Marbach/Radolfzell und Tübingen (6:33,50). Die eigentlich für den Vierer ohne vorgesehenen Athleten aus Worms mussten krankheitsbedingt passen. Da die beiden Sportler von der Lahn auch ohne Partner für das Großboot sind wurde die Chance genutzt und spontan ein neuer Vierer gebildet. Dieser fuhr bislang nur beim Lehrgang des Südteams einmal zusammen, ansonsten war das „aus der kalten Hose“. „Das Boot lief sehr gut, so hat das Spaß gemacht“, kommentierte Schlagmann Lukas nach der Siegerehrung.

Auch das zweite Rennen des Tages konnte bei guten Wasserbedingungen gewonnen werden: Henry und Lukas siegten in 7:04,70 in ihrem Lauf vor dem Boot aus Köln und der drittplatzierten Renngemeinschaft aus Hamburg (7:08,00 und 7:08.45). Nach verpatztem Start lag das Boot bei 500m noch knapp auf Rang 2, konnte sich dann aber auf den verbleibenden 1500m deutlich absetzen und als Lohn am Siegersteg anlegen.

Was samstags gut geklappt hat, kann auch sonntags funktionieren: in identischer Besetzung konnte das Rennen im Vierer ohne Steuermann in 6:31,60 vor RTHC Bayer Leverkusen (6:37,40) mit einem Start-Ziel-Sieg erfolgreich beendet werden. Die am Vortag zweitplatzieren Ruderer aus Marbach/Radolfzell/Tübingen sicherten sich Platz 3 in 6:39,00). Traditionell lassen in Köln noch nicht alle Teams „die Katze aus dem Sack“, sprich, es sind nicht alle Vierer ohne gestartet, mit denen in Hamburg und zur Meisterschaft in Minga zur rechnen ist. Aber für den Vierer ohne gilt: Zwei schöne Achtungserfolge, die Selbstbewusstsein geben. Bleibt zu hoffen, dass die eigentliche „Notlösung“ zur Dauerlösung werden kann. Die Sportler jedenfalls harmonieren offenkundig miteinander.

Im zur besten Kaffeezeit und Sonnenschein bei sehr guten Wasserbedingungen gestarteten Zweier ohne Steuermann hatten Henry und Lukas es mit den stärksten Booten des Vortags zu tun (gesetzter Lauf nach Reihenfolge der Abteilungssieger des Samstags). Hier konnten sie in 7:01,20 den dritten Platz hinter der Renngemeinschaft Favorite Hammonia/Hamburger und Germania RC (6:53,60) und einer Renngemeinschaft aus Frankfurt/Würzburg (6:57,20) erringen. Das ist eine sehr ordentliche Leistung, auch wenn hier „nur“ Platz 3 heraussprang. „Wir sind zufrieden, es ist schon gut gelaufen, leider haben wir den Start auch heute verka*** (nicht optimal gestaltet) und zum Ende hin war ein wenig die Luft raus“, so der Kommentar der Aktiven. Über die Schlachtenbummler aus der Heimat hat sich Lukas bei der „heimatnächsten“ Regatta auch sehr gefreut, weitere sind herzlich willkommen!

Die spannende Frage ist nun wie es
weitergeht. Ich persönlich habe eine klare Tendenz, hoffentlich haben die betreuenden Trainer ein Einsehen und lassen in Hamburg neben dem sicher fahrenden Zweier ohne auch den erfolgreichen Vierer wieder an den Start gehen. Hier wissen wir dann nach der Regatta in Hamburg mehr, da werden die Großboote auf Basis der Zweierleistungen neu gesetzt. Mit etwas Glück und den entsprechenden Leistungen sollte das also passen.

Das kommende lange Himmelfahrtswochenende wird jetzt zur intensiven Trainingsarbeit im Zweier ohne genutzt werden. „Wir kennen unsere technischen Schwächen, an denen werden wir jetzt zielgerichtet arbeiten. Henry und ich sind optimistisch für Hamburg und werden da auf jeden Fall alles geben“, so Lukas.


Stefan Kunz