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Leistungsruderer im Winter

Standardübungsgerät
Standardübungsgerät Quelle: privat
die zweite wesentliche Beschäftigung
die zweite wesentliche Beschäftigung Quelle: privat
wenn es draußen grünt statt schneit
wenn es draußen grünt statt schneit Quelle: privat
Doch noch echter Schnee im Angebot
Doch noch echter Schnee im Angebot Quelle: privat
so kan man es an Ostern aushalten
so kan man es an Ostern aushalten Quelle: privat
Kohorte Kleinboote vor dem morgendlichen Training
Kohorte Kleinboote vor dem morgendlichen Training Quelle: privat
Sichwort: Blattabstand zum Wasser
Sichwort: Blattabstand zum Wasser Quelle: privat

Rudern ist eine klassische Freiluftsportart, im Winter gehen nur die wirklich hartgesottenen ins Boot, und auch nur dann, wenn es die eingeschränkte Tageslichtzeit erlaubt. Ganz ähnlich den Freizeitsportlern müssen auch Leistungssportler den Winter über „was tun“, um für die kommende Regattasaison gerüstet zu sein.

Der wesentliche Teil des dann stattfindenden Trainings ist von vier Wänden umgeben – mangels Licht bzw. Wärme im Freien. Wann immer möglich zieht es unsere betrachtete Spezies dann doch ins Boot – am Wochenende findet man ja zwischen den umfangreichen Tätigkeiten für die Schule immer mal wieder Zeit und gute Wasserbedingungen.

Damit es nicht gar so eintönig wird haben die Trainer immer mal wieder Auszeiten in Form von Trainingslagern eingebaut. Es wird quasi das Spielgerät gewechselt: für eine Woche in den Weihnachtsferien wird das öde Zuhause gegen das (geplant) eingeschneite Erzgebirge eingetauscht. Auch hier ist nicht mehr alles so wie früher: der Naturschnee kam erst zum Ende des Trainingslagers. Davor musste dann die Hallenvariante für Langläufer herhalten. Dass mir „Indoor-Skifahren“ niemals einfallen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Frisch mit neuen Eindrücken versorgt geht es dann in die zweite Winterhälfte zu Hause. Die Wintersaison endet dann traditionell mit einem Trainingslager über Ostern. Vorteil für die Eltern: das Kind ist versorgt und macht was aus seiner Sicht sinnvolles, Nachteil: kostet Geld und der Nachwuchs kommt mit Bergen stinkender Klamotten nach Hause. Es soll schon Einsätze von Sondermüllentsorgern gegeben haben….

Das letzte Trainingslager vor der Saison dient dann auch wieder der Trainingsarbeit im Boot und dem Feinschliff der Rudertechnik. Unser im Augenblick erfolgversprechendster Sportler Lukas Effert war in diesem Jahr mit seinen Partnern aus Saarbrücken und Worms in Italien im schönen Varese bei besten Bedingungen für knapp 2 Wochen um sich mit mehreren Einheiten pro Tag fit für die Saison zu machen. Einige Eindrücke finden sich in den Bildern wider.

Erfreulicher Weise fand ja auch auf heimatlichen Gewässern ein Trainingslager für Nachwuchssportler statt. Toll, Dass Melvin, Lukas K. und Jonas E. sich dieser Sache angenommen haben. Ich hoffe, dass wir in den kommenden Jahren wieder erfolgreich mit dem Nachwuchs auf Regatten in Erscheinung treten. Dafür ist das eine ganz wichtige Basis. Auf dem jeweiligen Leistungsniveau konnten sich alle Teilnehmer (sowohl Lukas als auch die Trainingspartner in Koblenz) weiterentwickeln und sind fit für die Saison. Für die zweite Wettkampfebene beginnt diese mit der Pfingstregatta in Giessen, für Lukas ist die Saison schon im vollen Gange: beim Frühtest in Krefeld, den Regatten in München und Köln fanden Standortbestimmungen vor den Meisterschaften statt.

In Giessen wird auch Franziska Wirtgen wieder ins Renngeschehen eingreifen, wenn auch „nur“ auf der zweiten Wettkampfebene. Ich finde es toll, dass sie dem Sport verbunden bleibt, und trotz der durch Ausfälle geprägten letzten Saison sich die Erfolgserlebnisse auf den regionalen Regatten holen möchte. Daneben gibt es eine Gruppe von jungen Sportlern, die langsam an das Rennrudern heranheführt werden sollen. Hierzu dann mehr im Bericht aus Giessen.

Stefan Kunz