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AH-Tour auf dem Main

selbsterklärend
selbsterklärend Quelle: Peter Daberkow

Wie schon seit nunmehr genau 20 Jahren trafen sich die Alten Herren (AH’s) des GTRVN auch an diesem Himmelfahrtswochenende zu ihrer traditionellen Ruderwanderfahrt, die in diesem Jahr an den Main führte.


Nachdem Hans Voigt als verantwortlicher Fahrtenleiter bereits im Vorfeld ganze Arbeit bei der Vorbereitung der Tour geleistet hatte, wollte der Wettergott ebenso seinen Teil zum Gelingen der Jubiläumsfahrt beitragen und verwöhnte die 13 Ruderer während der gesamten Tour mit sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein.

Am Mittwochabend trafen sich die Teilnehmer, die zum Teil von weither anreisen mussten, im malerischen Örtchen Dorfprozelten am Main, wo der erste Abend wie gewohnt mit großem Hallo zur Einstimmung auf die folgenden Tage genutzt wurde.

Am nächsten Morgen wurden die Boote fertig gemacht und zu Wasser gebracht, bevor die erste Halbetappe in Angriff genommen werden konnte. Gleichzeitig musste auch noch der Quartierwechsel nach Aschaffenburg bewältigt werden und da in diesem Jahr erstmals kein Landdienst eingeplant war, stand die Truppe durch den Transport des Gepäcks und durch die ständig wechselnde Bereitstellung der Fahrzeuge an den jeweiligen Einsatz- und Anlegeplätzen vor nicht unerheblichen logistischen Problemen, die aber vom Fahrtenleiter und seinem unermüdlichen Assistenten Alge Kaltenborn mit viel Einsatzfreude hervorragend gelöst wurden.

So führte der erste Tag dann über Miltenberg bis nach Wörth, wobei für die gut 30 Kilometer wegen der langen Wartezeiten vor allen 3 Schleusen 10 Stunden benötigt wurden. Dabei kam den AH’s zugute, dass der Rudersport ihnen zur Bewältigung dieser Anforderungen die notwendige Ausdauer und das erforderliche Durchhaltevermögen über Jahrzehnte vermittelt hatte.

Bei steigenden Temperaturen trafen die Ruderer am Ende der zweiten Etappe in Aschaffenburg ein. Da der unterwegs für die Mittagsrast avisierte Biergarten geschlossen hatte, wurde die Improvisationsfähigkeit des Teams auf eine zwar harte aber nicht unlösbare Aufgabe gestellt. In Aschaffenburg wurde dann das kulturelle Bedürfnis durch den Besuch des Pompejanums befriedigt, bevor es anschließend zu Speis und Trank in eine urige Brauereigaststätte ging.
Am folgenden Tag, der dritten Etappe von Aschaffenburg über Karlstein nach Großauheim, waren Schatten und Trinkwasser bei mittlerweile hochsommerlichen Temperaturen die gefragtesten Dinge.

Zum Glück zeigten wenigstens die Schleusenwärter mittlerweile Verständnis für die Neuwieder Ruderer , die nach den schlechten Erfahrungen der ersten Etappe an den folgenden Tagen stets ohne wesentliche Verzögerungen und teilweise sogar alleine in den riesigen Schleusenkammern mainabwärts befördert wurden.

In der langsam untergehenden Sonne und auch noch lange nach Sonnenuntergang sah man die AH’s des GTRVN am letzten Abend im Gastgarten vor dem Aschaffenburger Schloss bei Bier und Wein aus der Region, wie sie die gelungene Tour noch einmal Revue passieren ließen. Auch die Anekdoten und Erinnerungen aus vergangenen gemeinsamen Schüler- und Ruderzeiten durften dabei natürlich nicht fehlen.
So war es kein Wunder, dass zum Abschluss der Wanderfahrt am Sonntagmittag beim WSV Offenbach-Bürgel, wo Günter Möhl als ältester Teilnehmer die Schlussrast organisiert hatte, kein Zweifel darüber bestand, dass diese Traditionsveranstaltung auch im kommenden Jahr wieder ihre Fortsetzung finden wird.

Der neue Fahrtenleiter ist bekannt, das Ziel ist noch geheim. Aber gleich wohin es geht, es sind hoffentlich alle wieder dabei.

Peter Daberkow


Nachtrag der Redaktion:

Natürlich hat Peter es nicht verdient, daß jemand ungefragt an seinem Bericht herumkrittelt.
Bei der Sache mit den "20 Jahren" hat sie mich dann doch gepackt, die Erinnerung an wunderschöne AH-Touren, allerdings vor ca. 4-5 Jahrzehnten. Als Jungspund unterwegs mit Dr. Dilger (Julle), Walter-Josef Hof, Alfred Reinhard, Heinrich Noll usw. usw..

Weibliche Vereinsmitglieder gab es nicht.
Dann der Kulturschock: Frauen bei der AH-Tour!! Luzie, Klara, Inge, Irmgard, um nur einige Namen zu nennen.

Und sie wurde wieder aus der Versenkung geholt, die "reine" AH-Tour.

Vermutlich vor 20 Jahren.

Dieter Kunz


Kommentar zum Nachtrag

Dodo Huth erinnert sich an die Wiedergeburt der "echten AH-Tour" und schreibt:

Peter hat Recht, die "einzig wahre AH-Tour" wurde vor 20 Jahren wieder belebt, und zwar in einer Kneipe in Plau während einer herrlichen Wafa von Schwerin zur Müritz.

Ich war dabei, als Bernd Quiering die Idee und den Wunsch äußerte, doch wieder mal eine reine Herrentour zu unternehmen. Klaus und Karl Heinz waren sofort begeistert.

Bernd hat es dann am anderen Morgen der Allgemeinheit unterbreitet. Einige Damen aber auch AHs waren "not amused", obwohl das Ganze nicht als Konkurrenz geplant war. Man wollte natürlich das eine (gemischt) tun aber das andere (nur AHs) in Zukunft nicht
lassen.

Leider ist von den Gründungsmitgliedern" niemand mehr dabei. Bernd und Karl Heinz sind verstorben, der Rest ist bekannt. Jetzt weißt Du, wie das war.
Ich selbst fand die Idee und den Wunsch der Herren nach einer "eigenen" Fahrt gut bzw. verständlich. Sollten Sie doch wenigstens einmal im Jahr nach Herzenslust in Erinnerungen schwelgen....

Viele Grüße nach NR

Dodo Huth