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Quo vadis, Lukas

Lukas (blaue Mütze) mit Kollegen aus Siegburg und Dortmund
Lukas (blaue Mütze) mit Kollegen aus Siegburg und Dortmund Quelle: Thomas Jung
Achter in Dämmerung
Achter in Dämmerung Quelle: Thomas Jung
ohne Worte
ohne Worte Quelle: Thomas Jung

Während sich unsere jüngeren Aktiven über 5 Tage in Limburg auf die Saison vorbereiteten war unser aktuell erfolgreichster Ruderer in Berlin um sich mit dem „Team NRW“ auf der altehrwürdigen Regattastrecke Grünau auf die kommende Saison vorzubereiten.

Stefan: Hallo Lukas, Du startest in dieser Saison zwar natürlich für den GTRVN, aber nicht mehr in der Ländergruppe „Team Südwest“ sondern im „Team NRW“. Kannst Du bitte kurz erklären, warum das so ist?

Lukas: Mein Partner Julius Lingnau ist aus Siegburg. Da wir damit in zwei unterschiedlichen Regionalgruppen im DRV Nachwuchs eingeordnet sind haben wir die zuständige Junioren-Bundestrainerin gefragt, wie wir das Problem lösen. Zum Glück muss keiner für den jeweils anderen Verein starten sondern Sabine Tschäge hat unsere Renngemeinschaft dem Team NRW zugeordnet.

Stefan: Erzähl doch mal kurz, wie das Trainingslager in Berlin aus Deiner Sicht gelaufen ist.

Lukas: Aus Sicht des Zweiers ist das Trainingslager sehr gut gelaufen. Zu Beginn hatten wir intensives Kleinboottraining über 3 Tage, in denen wir uns technisch sehr weiterentwickelt haben. Die anderen Tage waren wir dann im Großboot (Vierer und Achter) unterwegs. Die Regattastrecke in Berlin-Grünau ist bei schönem Wetter sehr schön, leider sind wir gleich mit einem Frosttag ins TL gestartet und mussten eine Wassereinheit wegen Eis ausfallen lassen.

Stefan: Du trainierst mit Julius ja schon seit dem Winter zusammen. Wie läuft es? Woran müsst ihr noch arbeiten?

Lukas: Ein Knackpunkt ist noch die vordere Umkehr, insbesondere das Wasserfassen kann noch besser werden. Weitere Punkte werden sich dann bei hohen Frequenzen zeigen.

Stefan: Euer erster Start unter Wettkampfbedingungen war ja auf der Langstrecke in Oberhausen. Dort seid ihr, nach meiner Einschätzung, mit dem fünften Platz hinter euren Möglichkeiten geblieben. Was bedeutet das jetzt für die Besetzung in Großboote und für euern Zweier?

Lukas: Der Zweier hat damit leider nicht den optimalen Startplatz auf dem Frühtest in Essen. Für die Besetzung der Großboote hat es im Augenblick keine Bedeutung, es ist nach wie vor alles drin. Wir werden uns beim Frühtest bestmöglich präsentieren und zeigen, dass wir es besser können.

Stefan: Am kommenden Wochenende geht es für euch zur ersten „richtigen“ Regatta über die 2000m Renndistanz nach Gent. Was ist euer Ziel dort und wie geht es dann im Kalender für Dich weiter?

Lukas: Ziel in Gent ist, ein Rennen über 2000m zu fahren um das Boot unter Wettkampfbedingungen einmal vor dem Frühtest zu fahren und uns bestmöglich vorzubereiten. Am 22. April ist der Frühtest des Team NRW in Essen, danach geht es auf die „großen“ DRV Juniorenregatten in München, Köln, Hamburg und schließlich die DJM am 24. Juni in Köln.

Stefan: Du bist im vergangenen Jahr Deutscher Jugendmeister im Achter geworden und hast mit Deiner Mannschaft im Vierer mit Steuermann nach einer tollen Aufholjagd Bronze erkämpft. Was hast Du Dir für dieses Jahr vorgenommen?

Lukas: Ich möchte mit Julius im Zweier gut in die Saison starten und bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Köln dann wieder eine Medaille erringen. In welcher Bootsklasse ist mir egal.

Stefan: Im Namen des GTRVN wünsche ich Dir dabei viel Erfolg!
Ich habe euch beide ja am vergangenen Samstag in Köln-Fühlingen im Training gesehen. Euer Boot macht auf mich (Laienbetrachtung) einen guten und erfolgversprechenden Eindruck!
Letzte Frage: Möchtest Du noch etwas loswerden?

Lukas: Ich freue mich, dass mit Alges Trainingsgruppe jetzt auch wieder mehr junge Rennruderer nachkommen! Es ist schön, dass der GTRVN hier ein Angebot für die Jugendlichen hat.

Lukas´ Regattakalender sieht wie folgt aus:

München: 5./6. Mai

Köln: 19./20. Mai

Hamburg: 2./3. Juni

Deutsche Jugendmeisterschaften in Köln mit den Finalläufen am 24. Juni: Hier werden sicher wieder tolle Rennen des deutschen Rudernachwuchses geboten werden und Lukas startet mit guter Aussicht auf eine Medaille.

Alle, die nicht in Olpe starten (die Breitensportregatta findet leider zeitgleich statt) sollten den Termin vormerken und zum Fühlinger See reisen. Näher kommt Spitzensport im Rudern nicht an Neuwied heran.

Stefan Kunz