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DRV-Juniorenregatta in Köln

Vierer vor dem Start
Vierer vor dem Start Quelle: Stefan Kunz
Leon Küppers-Ramos (Renn-Rudergemeinschaft Mühlheim); Julius Lingnau, Patrick Pott, Patrick Schlötel (Bessel RC Minden), Lukas Effert
Leon Küppers-Ramos (Renn-Rudergemeinschaft Mühlheim); Julius Lingnau, Patrick Pott, Patrick Schlötel (Bessel RC Minden), Lukas Effert Quelle: Stefan Kunz
Wasserträger war gestern – heute: Riementräger Lukas
Wasserträger war gestern – heute: Riementräger Lukas Quelle: Stefan Kunz
Quelle: Stefan Kunz
Zweier ohne bei der Siegerehrung (Julias Lingnau/Bonn und Lukas Effert)
Zweier ohne bei der Siegerehrung (Julias Lingnau/Bonn und Lukas Effert) Quelle: Stefan Kunz

  • 2 Siegen folgen zwei Niederlagen


Am vergangenen Pfingstwochenende fand auf der Regattastrecke Köln-Fühlingen die Juniorenregatta des Deutschen Ruderverbandes statt. Die Regatta ist traditionell eine Standortbestimmung für die Nachwuchsruderer aus dem Westen Deutschlands im Wettstreit um die begehrten Plätze in den Projektbooten der Landesruderverbände mit dem Ziel, sich in diesen Booten für die Deutschen Jugendmeisterschaften am Ende der Saison zu qualifizieren.

Für den GTRVN startete Lukas Effert an beiden Tagen im Zweier ohne Steuermann und im Vierer mit Steuermann, jeweils in der Altersklasse U19. Für Lukas und mich war es ein Wochenende zwischen Freud und Leid.

Am Samstag konnte sich unser Sportler gemeinsam mit seinem Zweierpartner Julius Lingnau (Bonn) im Zweier ohne Steuermann in einem tollen Rennen gegen alle Gegner durchsetzen. Sie gewannen mit knappen 3,5 Sekunden Vorsprung vor dem Boot des Marbacher Rudervereins und haben sich auch dem zwischendurch herankommenden Boot des Berliner Ruder-Clubs haben sie sich auf der Strecke erfolgreich erwehrt. Ein Rennen, dass sicher gut war für ´s Sportlergemüt.

Ebenfalls siegreich gestaltete sich der Start im Vierer mit Steuermann gemeinsam mit Sportlern vom Bessel RC Minden (Patrick Schlötel und Patrick Pott) und dem Steuermann Leon Küppers-Ramos (Renn-Rudergemeinschaft Mühlheim): mit über sieben Sekunden Vorsprung vor der Renngemeinschaft aus Leverkusen/Hürth und Köln überquerten sie die Ziellinie. Auch hier macht es dann Spaß, neben dem Rennen herzufahren und sich das anzuschauen, das war wirklich schön anzusehen.

Leider folgte dem siegreichen Rennen im Vierer mit Steuermann am Samstag ein denkbar knapper zweiter Platz im Rennen am Sonntag. Man musste sich der nur am Sonntag startenden niedersächsischen Renngemeinschaft aus RV Ems-Jade-Weser/Osnabrücker RV/RV Emscher mit 7/100 Sekunden geschlagen geben. Eine aus meiner Sicht vermeidbare Niederlage, das Rennen wurde auf den mittleren tausend Metern verloren (zwischen 500 und 1500), der fulminante Endspurt reichte dann nicht mehr aus. Fairerweise soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein Mindener Sportler mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte. Regatten sind nicht die Zeit für Entschuldigungen – aber als Erklärung sollte es nicht unerwähnt bleiben.

Bei mehreren Vorläufen am Samstag werden die Läufe am Sonntag basierend auf den Ergebnissen des ersten Rennens gesetzt. Die Bahnverteilung erfolgt dann durch die Bundestrainerin - Ja, auch die fährt dann nebenher und schaut sich das an. Eine sehr gute Gelegenheit, Werbung in eigener Sache für die begehrten Plätze in den besten Verbandsbooten zu machen. Lukas und Julius ist es am Sonntag leider nicht gelungen, das tolle Rennen des Vortags zu wiederholen und sie landeten auf dem vierten Platz. „Der Akku war einfach leer; wir haben rausgehauen was wir konnten, es hat diesmal leider nicht gereicht“, so Lukas auf die Frage, warum die beiden Sportler am zweiten Wettkampftag nicht mit den drei schnellsten Booten mithalten konnten. Ab der Streckenhälfte mussten die jungen Rheinländer der hohen Belastung Tribut zollen. Das war dann auch für mein Fahrrad und mich der Teil „Leid“, das neue Regattafahrrad entging nur knapp einem Unfall (diese Trainer bremsen unvermittelt und stürzen über Inlinerfahrer….) und ich war ehrlicher Weise ziemlich gefrustet weil ich mir von dem Zweier mehr versprochen hatte.

Wichtig ist jetzt, dass Lukas und Julius nicht aufgesteckt, sondern sich hoch motiviert zu zusätzlichen Trainingseinheiten verabredet haben und gemeinsam am großen Ziel weiterarbeiten. Das verdient aus meiner Sicht absoluten Respekt und höchste Anerkennung! Die leichten technischen Fehler sind behebbar, dass die beiden schnell rudern können haben sie ja schon gezeigt. Ziel ist es, im kleinen Finale der Rangliste der Zweier ohne Steuermann eine entscheidende Rolle mitzuspielen. Ich bin sicher, dass wir bei der finalen Vorbereitungsregatta auf die DJM am ersten Juni-Wochenende in Hamburg-Allermöhe einen hoch motivierten und technisch verbesserten Zweier ohne Steuermann sehen werden. Wir drücken Lukas und Julius die Daumen für erfolgreiche Rennen!
Aktuelle Ergebnisse der Hamburger Regatta wird Melvin auf Facebook veröffentlichen oder sind im Internet unter www.alsterclub.de einsehbar.

Stefan Kunz