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Familientour in Holland

Blik von oben
Blik von oben Quelle: Axel Gundlach
Ein Muss: Boote und Windmühle
Ein Muss: Boote und Windmühle Quelle: Axel Gundlach
Die Eintracht rettet ein Lamm
Die Eintracht rettet ein Lamm Quelle: Axel Gundlach
Eispause
Eispause Quelle: Axel Gundlach
In den Grachten von Leiden
In den Grachten von Leiden Quelle: Axel Gundlach
Millimeterarbeit
Millimeterarbeit Quelle: Axel Gundlach
Sollen wir die Eintracht nachmelden?
Sollen wir die Eintracht nachmelden? Quelle: Axel Gundlach
Die Gruppe
Die Gruppe Quelle: Axel Gundlach

Aufregende Familienwanderfahrt Christi Himmelfahrt 2018

„The same procedere as last year“, so oder so ähnlich könnte man die Familienwanderfahrt vom 10. -13.Mai 2018 (Christi Himmelfahrt) überschreiben, denn wie schon in den vergangenen Jahren zog es uns nach Holland.

In diesem Jahr wählten wir Südholland aus. Alles (oder fast alles) war so wie immer. Kanäle, enge Brücken, schöne Hausboote, staunendes Publikum, wenn wir in unseren breiten und langen Booten um die Ecke in den Grachten kamen. Besonders schön waren in diesem Jahr die Grachten in Leiden, die wir bei strahlendem Sonnenschein richtig genießen konnten. Aber wie vielleicht auch in jedem Jahr, gibt es die ein oder andere Besonderheit, die die Fahrt dann doch außergewöhnlich machten.

Die Sache mit dem Wetter

Ausgerüstet waren wir für kaltes und nasses Wetter, aber überraschenderweise mussten wir schon am ersten Tag zur Sonnencreme greifen. Bei strahlendem Sonnenschein ruderten wir von Den Haag nach Leiden und mittags kamen wir an einer Schleuse vorbei, an der passend zum Sonnenschein an beiden Seiten Eisdielen waren. Nach der Schleuse legten wir also an und legten eine Eis-Pause ein. Auch in den nächsten Tagen konnten wir uns über tolles Wetter freuen. Nicht mal den gefürchteten Gegenwind hatten wir in diesem Jahr.

Die Sache mit den naturnahen Campingplätzen

Wer hätte gedacht, dass auf einem Campingplatz unter der Einflugschneise des Flugplatzes so viel Natur herrscht? Beim Frühstück und Abendessen plagten uns Unmengen von Mücken, so dass wir uns immer nur total vermummt an die Tische setzten. Auch in der Nacht war viel los. Frösche quakten, der Kuckuck rief und auch der Kauz war nicht leise. Zwischendurch schnatterten noch die Nilgänse. Und wer immer noch nicht genug von Tieren hatte, konnte tagsüber noch die Ziegen im Streichelgehege des Campingplatzes streicheln. Morgens nach dem Frühstück sah man auch noch 8 oder 9 Ruderer auf der Wiese hüpfen, denn der Campingplatz bot auch noch Animation am frühen Morgen in Form von Tanzen an.

Die Sache mit der aufregenden Strecke

Der dritte Tag begann schon richtig chaotisch. Alles begann damit, dass die Pritsche beim Ruderverein von Alphen so voll war, dass wir nicht mehr auf die Fahrer waren konnten, weil kein Platz für drei Boote war. Kurzerhand schickten wir ein Boot mit uns Kindern los. Nach 2 Kilometern fanden wir eine passende Anlegestelle, um auf die anderen zu warten. Inzwischen hatten Mikel und André die Pläne geändert und beschlossen einen anderen Weg nach Gouda zu nehmen, der nach Ansicht der ortsansässigen Ruderer „very beautiful“ war. (Im Nachhinein fragen wir uns, wann diese Ruderer die Strecke zum letzten Mal gefahren sind) Nach Umbesetzen der Boote machten wir uns auf den Weg. 12 Kilometer später bogen wir in eine kleine, kaum erkennbare Abzweigung ein. Dort fanden wir direkt eine kleine Insel mit einem Aussichtturm, der zum Pause machen einlud. Nachdem der Geburtstagskuchen von meinem Papa gegessen war, machten wir uns gestärkt wieder auf den Weg. Es begann schon langweilig zu werden, als die Eintracht plötzlich versuchte anzulegen.

Aber es sah nur so aus. In Wahrheit versuchten sie ein kleines Schaf, das in den Kanal gefallen war, rauszuziehen. Meine Mutter und Andrea probierten das mit Wasser vollgesaugte Tier an der Wolle zu packen. Unser Boot und die, in Regenbogen umgetaufte, Rolandsbogen legten nun ebenfalls an. Unser Fotograf der Wanderfahrt, Tom Winckler, war sofort zu Stelle um Fotos zu machen. Alle Kinder wollten nun natürlich auch wissen, ob es dem Schaf gutging. Nachdem wir das Schaf trocken gerubbelt hatten, stellten wir es, da kein Bauer zu finden war, in ein Gehege mit anderen Schafen. Wir hätten gerne das Gesicht des Bauern gesehen, als er sich fragte, wie das Schaf von der einen Kanalseite zur anderen durch ein Gatter kommen konnte.

Nun da das Schaf gerettet war, konnten wir die Fahrt fortsetzen. Nicht lange und schon kam die nächste Herausforderung. Zwei sehr tiefe Brücken brachten uns dazu alles über Dollenhöhe auszubauen. Ich wäre gegen die Brücke gestoßen, wenn ich mich nicht im letzten Augenblick vor den Steuersitz gehockt hätte. Auch das geschafft, tauchte eine sehr enge Brücke im Blickfeld auf. Doch schnell stellte sich heraus, dass die Brücke zugemauert war und wir die Boote umtragen mussten. Mit allen verfügbaren Kräften und unter erschwerten Bedingungen durch zwei Angler war das erstaunlich schnell und einfach geschafft. Den Käsemarkt von Gouda erreichten wir an diesem Tag leider nicht mehr.

Auch am nächsten Tag ruderten wir nicht mehr nach Gouda, da wir keine geeignete Stelle zum Ausheben der Boote fanden. Nach einer kleinen Trainingseinheit für uns Kinder machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Sicherlich wird diese Fahrt nach lange in Erinnerung bleiben und ich hoffe, dass es im nächsten Jahr wieder so aufregend wird.

Teilnehmer: Constanze, Thomas, Luka, Maja , Andrea, Mikel , Niko, André, Irmi, Cara, Stefan, Mandy, Tom, Jannick, Noah, Helene, Axel und Sandra.

Maja und Constanze Hein