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Fronleichnam-WaFa auf Mosel und Rhein

Die jüngeren Semester
Die jüngeren Semester Quelle: Friedhelm Pasch
Gruppenbild der Damen
Gruppenbild der Damen Quelle: Friedhelm Pasch
Die Damen zum Zweiten
Die Damen zum Zweiten Quelle: Friedhelm Pasch
Materialcheck in Klotten
Materialcheck in Klotten Quelle: Friedhelm Pasch
Pause für Mensch und Material
Pause für Mensch und Material Quelle: Friedhelm Pascch

Das Feiertagswochenende an Fronleichnam bot einmal wieder eine Gelegenheit für die fortgeschrittenen Semester vom GTRVN mit ein paar Freunden von der NRG zu einer Wanderfahrt auf der Mosel von Traben-Trarbach bis nach Neuwied über den Rhein. Mit dabei waren natürlich auch unsere Ruderkameradinnen und Ruderkameraden, die ihr Domizil aus beruflichen Gründen nicht mehr in Neuwied haben, aber an solchen Events noch immer gerne teilnehmen.

Als Quartier hatten wir dieses Mal ein Hotel in Klotten an der unteren Mosel ausgesucht. Die Anreise hatten wir auf den Mittwoch gelegt. So konnten wir unseren Vereinsbus noch nutzen, um die drei Ruderboote bereits am Vortag nach Trabeben-Trarbach zu transportieren und einen Teil der Mannschaft mit viel Nachtgepäck im Hotel in Klotten abzusetzen. Klaus Dalpke war so freundlich, Bus und Anhänger noch früh am Nachmittag nach Neuwied zurückzubringen. Der Bus wurde noch am selben Nachmittag für die Wanderfahrt nach Holland benötigt. Wir danken Patrik, dass wir den Bus am Mittwoch noch gemeinsam nutzen konnten.

Angelika aus Krefeld wartete bereits am Bootshaus, um Klaus und Christine mit Jürgen im PkW nach Klotten zu bringen. Von Essen kam dann direkt der zweite PkW mit der Restmannschaft nach Klotten.

Die beiden PkW waren für einen Kleinen Landdienst eingeteilt. Für die Teilnehmer gab es im Hotel für die Tage des Aufenthaltes Gästetickets für die öffentlichen Verkehrsmittel Bahn und Bus. Von diesen Gästetickets machten wir für diese Wanderfahrt dann auch reichlich Gebrauch.

So ging es am Donnerstagmorgen zum Teil mit den PkW direkt nach Traben-Trarbach. Wegen des weiten Weges vom Bahnhof zum Bootshaus, konnten die Bahnfahrer abgeholt werden. Bei gutem Wetter und ruhiger Mosel starteten wir zur ersten Tagesetappe. Die geplante Mittagsrast war in einem Restaurant in Briedel vorgesehen. So ruderten wir gestärkt bis zum Tagesziel nach Bullay. Dort lagerten wir die Boote für die Nacht an einem Campingplatz, der auch unweit des Bahnhofs liegt. Mit PkW und Bahn ging es dann zum Hotel in Klotten. Dort wurden wir mit einem guten Abendessen versorgt. Auf der am Berg gelegenen Innenhof Terrasse konnte In lauer Abendluft der Tag bei einem Glas Moselwein oder Bier ausklingen. Einige Unentwegte wagten noch einen Aufstieg zur Schlossruine Koraidelstein, die sich allerdings in Privatbesitz befindet. So gab es nur eine Umkehr vor verschlossenen Toren.

Am zweiten Rudertag reisten alle Ruderer mit der Bahn nach Bullay. Von dort ging es, wie am Vortag bei gutem Wetter, nach passieren der Schleuse St. Aldegund zur Mittagsrast nach Poltersdorf. Dort hatte uns der Landdienst in einem netten Restaurant angemeldet. Ausgeruht und gestärkt ging es weiter bis zum Tagesziel Klotten. Die Mosel hatte inzwischen einen höheren Wasserstand und an Strömungsgeschwindigkeit zugenommen. In der Nacht hatten heftige Gewitter und extremer Starkregen für den Anstieg des Pegelstandes gesorgt. Da ein Staudamm an der Sauer aus Sicherheitsgründen kontrolliert entlastet werden musste, war am Tag die Zunahme des Pegelstandes der Mosel für uns überraschend stark. Wir mussten an dem sonst so bequemen Betonsteg bei der Seilfähre schon sehr tief ins Wasser steigen, um die Boote aus dem Wasser zu heben. Nach dem Abendessen wurde ein auf der Zufahrtsrampe abgelegtes Boot sicherheitshalber noch etwas weiter nach oben gelegt.

Der nächste Morgen trieb schon einige besorgte Ruderer vor dem Frühstücken hinunter an die Boote. Es zeigte sich, dass der Pegel in der Nacht nur noch wenig angestiegen war. Ein vorbeifahrendes Frachtschiff signalisierte uns, das die Schifffahrt nicht gesperrt werden musste, so dass für uns das Weiterrudern möglich blieb. Allerdings waren in der Folge die Sportbootschleusen gesperrt. Für uns nicht unangenehm. Mit unseren drei Booten wurden wir nach telefonischer Anmeldung mit den großen Frachtschiffen gleichzeitig geschleust.

Nach dem Einsetzen der Boote bei hohem Wasser in Klotten, war unser Ziel für die Mittagsrast Burgen an der alten Wagenfähre. Der Landdienst war gebeten eine geeignete Lokalität zu suchen. Die Strömungsgeschwindigkeit der Mosel war inzwischen sehr hoch. Das Uferbild war durch das hohe Wasser etwas verändert, so dass zwei Boote die Landestelle für unsere Mittagsrast um ein paar Kilometerverpasst haben. So gab es nur ein Zurückrudern gegen die heftige Strömung. Der Rastplatz war ein schwimmendes Bootshaus mit dem aufregenden Namen „Klabautermann“. Hier gab es keinen Küchenbetrieb. Darum gingen drei unserer Damen zu Geschäften im Ort etwas zu besorgen. Getränke gab es allerdings im Klabautermann.

Nach ausgiebiger Mittagsruhe ging es weiter zum Tagesziel Kobern- Gondorf. Der Bahnhof von dem gewählten Parkplatz an der Mosel ist zwar weit, aber zu Fuß gut erreichbar. Der gestiegene Pegelstand der Mosel forderte hier, dass wir beim Anlanden und Herausnehmen der Boote etwas tiefer ins Wasser mussten. Dank der starken Strömung auf der Mosel waren wir schon zeitig beim Hotel und hatten an einem langen Abend noch viel Zeit die Ereignisse des Tages zu diskutieren. Klaus Dalpke nahm beim Abendessen die Gelegenheit, den Organisatoren dieser Wanderfahrt zu danken, mit dem Hinweis auf die von ihm geplante Tour in die Schweiz Mitte September.

Am Sonntag wurde nach dem Frühstück im Hotel das Gepäck aller Teilnehmer in die beiden Autos verstaut und so ging es weiter mit Auto und Bahn nach Kobern-Gondorf zu den Booten. Hier gab es dann eine weitere Überraschung. Durch den inzwischen gefallenen Wasserstand der Mosel gab es keinen einfachen Platz mehr zum Einsetzen der Boote: Also noch einmal tiefer ins Wasser steigen und die Boote mit Mannschaft durch dichten Grünbewuchs aufs Wasser führen. Gut ausgebildete Ruderer werden aber auch mit solchen Situationen Fertig.

Die flotte Strömung der Mosel brachte uns pünktlich zum Bootshaus des Rudervereins Rhenania in Koblenz, wo in dem inzwischen wieder geöffneten Bootshaus Restaurant gutes Essen angeboten wird. Der Landdienst wurde ein letztes Mal gewechselt und mit den Booten die Koblenzer Schleuse durchquert und über den Rhein die schöne Wanderfahrt am Neuwieder Bootshaus beendet.

Zusammenfassend darf man feststellen, dass dies eine gelungene Wanderfahrt war. Trotz mancher Widrigkeiten an der Strecke. Während des Ruderns am Tag war es eher zu warm, kein Regen, mäßiger Gegenwind. Nur das Unwetter in der Nacht an der oberen Mosel und Sauer hat uns beschäftigt.

Friedhelm Pasch