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Weltcup in Luzern

Knapper Sieg für Deutschland
Knapper Sieg für Deutschland Quelle: Stefan Kunz
Achter bei der Siegerehrung
Achter bei der Siegerehrung Quelle: Stefan Kunz
Amelie, Lukas und Leo (Koblenz)
Amelie, Lukas und Leo (Koblenz) Quelle: Stefan Kunz
Ein Teil des Achters (Lukas 3. von links)
Ein Teil des Achters (Lukas 3. von links) Quelle: Stefan Kunz
GTRVN-Delegation vor dem Siegersteg
GTRVN-Delegation vor dem Siegersteg Quelle: Stefan Kunz
Blick aus der Unterkunft
Blick aus der Unterkunft Quelle: Stefan Kunz
Funktionäre bei der Arbeit (2 x Andreas, Stefan)
Funktionäre bei der Arbeit (2 x Andreas, Stefan) Quelle: Stefan Kunz

  • Rudern auf dem Göttersee


Luzern: Vierwaldstätter See, viele Touristen, Berge, gutes Essen – und der Rotsee als Austragungsort des dritten und letzten Weltcups der Saison. Viele Gründe, die malerische Stadt einmal zu besuchen. Für Lukas und seinen Partner Julius Lingnau ergab sich die tolle Gelegenheit in einem international besetzten Einlagerennen während des Weltcups den Göttersee (was dem Anspruch der beiden schon einigermaßen Nahe kommt) einmal zu befahren.

Nach dem dramatischen Aus in beiden Bootsklassen auf den Deutschen Meisterschaften musste ein wie auch immer geartetes positives Erlebnis her. Gemeinsam mit Sportlern aus Leverkusen und Bonn bildeten Sie den „Rheinland-Süd“-Achter, der im Einlagerennen der Junioren in der Pause des Weltcups gegen internationale Teams fahren sollte. Der internationale Aspekt beschränkte sich zwar auf Italien und Deutschland, 5 Boote aus italienischen Provinzen und der „Rheinland-Süd“-Achter, lieferten sich ein tolles Rennen im voll besetzten Feld auf der weltweit einmaligen Regattastrecke mitten im Naturschutzgebiet. Die Jungs aus dem Rheinland erruderten einen achtbaren vierten Platz. Neben dem sportlichen Aspekt stand natürlich das Erlebnis „Rotsee und Luzern“ im Fokus. Lukas war, soviel darf ich verraten, mächtig beeindruckt von der Strecke und dem Flair dieser international einmaligen Regatta. Beim Rudern trifft man halt auch den amtierenden Weltmeister im Männer-Einer auf der Toilette, das passiert einem beim Fussball garantiert nicht.

Wo wir schon einmal vor Ort waren musste natürlich auch auf dem Vierwaldstätter See gerudert werden. Amelie, Lukas und ich nutzten den samstagmorgendlichen Rudertermin des Ruderclubs Reuss Luzern um uns ein Bild zu verschaffen. Ein tolles Erlebnis, den stillen See im Sonnenaufgang zu befahren, rundherum die Höhen der Schweizer Alpen. Kleine Fehlbesetzung: Der wunderbare Doppelzweier „Honeymoon“ wurde von Lukas und mir gefahren, während wir Lukas´ Freundin Amelie (die da rein namenstechnisch ja eher reingehört hätte) einen Schweizer Damenvierer verstärkte. Es kommt ja selten vor, aber auch diese Ausfahrt hat die jungen Herrschaften beeindruckt. Für die älteren Rennruderinteressierten: Trainer des RC Reuss Luzern ist Diethelm Maxrath, nach einigen Jahren im nicht-europäischen Ausland ist er dort nun hauptamtlich tätig. „Max“ ist zu seiner aktiven Zeit mit Neuwieder Sportlern im Juniorenbereich in Renngemeinschaft gefahren – damals allerdings mit Sportlern der NRG.

Am Sonntag standen die Finalläufe der olympischen Rennen auf unserem Programm. Den mit 14/100 sek sehr knappen Sieg des Deutschen Achters haben wir ebenso live gesehen, wie den zweiten Platz von Timo Piontek (Koblenz) und Lars Hartig im Männer-Doppelzweier, der den Gewinn des Gesamtweltcups bedeutete. Sitzplätze auf der Tribüne im Ziel, direkt vor dem Siegersteg ermöglichten uns einen sonnengeschützten und sehr nahen Einblick in die Regattageschehnisse. Die Tribüne und die Zelte werden nur zur Regatta auf- und dann wieder abgebaut. Der Rotsee steht außerhalb der Regatten ausschließlich dem Training mit Rennbooten zur Verfügung und darf nicht mit Gigbooten oder dem Motorboot befahren werden. Was das Training der Schweizer Athleten nicht gerade leichter macht….

Alles in Allem war es ein wunderbares Wochenende, Julius und Lukas konnten sich den Traum eines Rennens auf dem Rotsee verwirklichen (was nicht heißt, dass das nicht noch mal passieren darf) und wir haben Luzern im Schnelldurchgang kennengelernt. Im kommenden Jahr werden wir mit Sportlern des GTRVN wieder nach Luzern reisen – dann um eine Wanderfahrt auf dem Vierwaldstätter See durchzuführen.
Mein besonderer Dank geht an meinen Ruderfreund Andreas, der uns ein perfektes Wochenende ermöglicht hat, Stadtführung und Ausfahrt auf dem Vierwaldstätter See inklusive.

Stefan Kunz