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Ein Kleinboot verzeiht keine Fehler

Kleinboot-Workshop für erwachsene Ruderer des GTRVN





Die Qualifizierungsoffensive zur Verbesserung der individuellen Rudertechnik im Verein wurde am letzten Wochenende mit einem attraktiven Workshop fortgesetzt. Nachdem das Trainer-Team um Stefan Kunz bereits im letzten November einen Fortbildungsworkshop zum Thema „rudertechnisches Leitbild Skullen“ angeboten hatte, stand am 10. und 11. August ein Kleinboot-Workshop auf dem Programm.

Am Freitag nach dem offiziellen Trainingstermin gab es zunächst den Theorie-Teil, der maßgeblich von Melvin Hauschild bestritten wurde. Per Powerpoint-Präsentation und einiger Videos wurde gezeigt, was bei der äußerst komplexen Ruderbewegung zu beachten ist, welche Fehler häufig gemacht werden und wie diese auch wieder abgestellt werden können. Ein praxisnaher Vortrag, der gerne noch ein paar mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte.

Am Samstag folgte dann die praktische Umsetzung auf der Mosel im Ruderrevier vom Post-Sportverein Koblenz. Sieben Teilnehmer nutzten dabei die Möglichkeit, bei guten äußeren Bedingungen in Kleinboote zu steigen, für einige Vereinsmitglieder war es sogar eine Premiere. Und die Einstimmung von Stefan Kunz auf den Praxisteil sollte sich bewahrheiten. Ein Kleinboot verzeiht keine Fehler, Mängel in der technischen Umsetzung werden konsequent und schnell mit intensivem Wasserkontakt bestraft. Drei der sieben Teilnehmer nahmen dann tatsächlich auch ein Bad in der Mosel. Dem einen oder anderen Ruderer kam dann sofort das Motto der diesjährigen EUREGA in den Sinn: „Komm Rhein, das Wasser ist herrlich!“ Bei ca. 28° Wassertemperatur war es eigentlich keine wirkliche Strafe, direkt vom Boot in die Mosel auszusteigen. Positiver Nebeneffekt: es konnte auch Kentern und der Wiedereinstieg ins Boot geübt werden.

In den Booten konnte man sehr angestrengte Gesichter bei allen Ruderern beobachten. Jogi Löw hätte hier wahrscheinlich von „höggschder Konzentration“ gesprochen. Die Kleinboote wurden intensiv und individuell vom Steg und vom Motorboot aus von den Betreuern Stefan Kunz, Melvin Hauschild, Ruben Falkenburg, Jonas Effert und Lukas Kurpjuhn gecoacht. Es wurden Tipps zur Verbesserung der Rudertechnik gegeben, die dann sofort umgesetzt werden konnten. Die Ruderer wurden dabei per Video gefilmt, die Videosequenzen wurden dann nach der Rückkehr nach Neuwied auch noch gemeinsam analysiert.

Nach dem Workshop zogen Ruderer und Betreuer ein ausnahmslos positives Fazit. Auch wenn der Praxispart mental und physisch anstrengend war, hat es allen Beteiligten doch auch großen Spaß bereitet und hilfreiche Unterstützung zur Optimierung der individuellen Rudertechnik geboten. Eine Veranstaltung, die mit Sicherheit nach einer Fortsetzung ruft, damit die Teilnehmer ihr Können weiter verbessern können und noch andere Vereinsmitglieder in den Genuss dieser Fortbildung kommen.

Und noch ein positiver Aspekt der Veranstaltung: Das Trainer-Team führte den Workshop unentgeltlich durch, bat die Teilnehmer am Ende aber um eine kleine Spende, die in einen Topf fließt, aus dem mittelfristig Spinning Bikes für den Kraftraum angeschafft werden sollen. Ein großer Dank an dieser Stelle an das gesamte Betreuer-Team für die geleistete Arbeit.

Axel M. Gundlach

Quelle: privat