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Sprintmeisterschaft in Münster

Trainingsimpression aus Koblenz
Trainingsimpression aus Koblenz Quelle: privat
freie Auswahl
freie Auswahl Quelle: Sylvia Schifano
Auf dem Ergometer
Auf dem Ergometer Quelle: Sylvia Schifano
im Anmarsch
im Anmarsch Quelle: Sylvia Schifano
Am Steg
Am Steg Quelle: Sylvia Schifano
mit Betreuer
mit Betreuer Quelle: Sylvia Schifano

Wie jedes Jahr fand die Deutsche Meisterschaften über die 350m-Sprintstrecke Mitte Oktober statt und dieses Mal nach zweijähriger Pause auch wieder mit Neuwieder Beteiligung. Doch das ist nicht die einzige Pause die ein Ende findet, denn auch die beiden Sportler haben eine Regattapause von drei Jahren hinter sich. Um auch konkurrenzfähig zu sein wurden die Semesterferien ausgereizt und täglich trainiert, an den Wochenenden auch gerne mehrmals täglich, außerdem musste noch ein wettkampftaugliches Boot her. Ein Dankeschön geht hier an den Koblenzer Ruderclub „Rhenania“, die uns ihr mit der „Stadt Koblenz“ aushalfen. Mit gut acht Wochen Vorbereitung, Leihboot und kleineren Testregatten im Rücken reisten Ruben und ich dann nach Münster an den Aasee in Begleitung von Stefan und schon am Tag der Anreise sollten wir alle mit traumhaftem Wetter und perfekten Ruderbedingungen belohnt werden, alles war bereit für die Vorläufe am Samstag.

Das vom Regattasprecher mehrfach beschriebene Rekordmeldeergebnis brachte nicht nur 14 Männer- Achter mit sich, sondern ebenfalls viel Konkurrenz für uns in der altersoffenen Seniormännerklasse (SM 2x A) mit sich. Die Aufgabe für den ersten Tag: Die Trainingsleistung auf die Sprintstrecke bringen und sich im 21 Doppelzweier großen Meldefeld für die Halbfinals am Sonntagmorgen qualifizieren. Im Vorlauf belegten wir den zweiten Platz hinter dem SV Scharnebeck, womit es leider nicht zum direkten Halbfinaleinzug reichte. Somit war das nächste Ziel mindestens den zweiten Platz im Hoffnungslauf zu sichern, um am folgenden Tag weiter starten zu dürfen. Gesagt, getan. Mit einer stärkeren Leistung am frühen Nachmittag und einem weiteren zweiten Platz war der Halbfinaleinzug gesichert und nach einer letzten Trainingseinheit am Samstagnachmittag hieß es Beine hochlegen und für den Finaltag regenerieren.

Das schon um knapp die Hälfte verkleinerte Starterfeld ging nun als erstes Rennen in den Sonntag, eine Platzierung unter den ersten drei Booten war nötig, um ins A-Finale einzuziehen und bei den Medaillenkämpfen mitmischen zu können. Doch leider verpassten wir den Finaleinzug mit einem Rennen, das alles andere als gut lief und überquerten nur als fünftes Boot die Ziellinie. Die Enttäuschung und Frustration war groß, wir hatten uns höhere Ziele gesteckt, doch zum ärgern blieb nur wenig Zeit, denn das B-Finale musste natürlich ausgefahren werden und nach der unbefriedigenden Leistung am Morgen wollten wir hier noch einmal zeigen, dass der um 0,3 Sekunden verpasste Finaleinzug klar möglich gewesen wäre. Mit aufziehendem Schiebewind, aber immer noch traumhaften 27°C und unbeschreiblicher Meisterschaftsstimmung, die den zahlreichen Besuchern am Aasee zu verdanken war, ging es zum finalen Start. Mit einer überzeugenden Abschlussleistung erreichten wir hier Rang zwei und belegten so in der Gesamtwertung den achten Platz. Für das nicht ganz gelungene Halbfinale ein sehr versöhnlicher Abschluss.

Alles in allem lässt sich auf eine Sprintmeisterschaft zurückblicken, die zumindest wettertechnisch nichts zu wünschen übrig ließ und auch die Stimmung während des ganzen Wochenendes war mehr als gelungen. Sowohl auf dem Regattaplatz, als auch im Zielbereich, der sich bei jedem ankommenden Rennen in ein Getöse aus Anfeuerungsrufen, Regattasprecher und Trainerrufen verwandelte. Einzig am Endergebnis kann für nächstes Jahr noch gearbeitet werden.

Und neben Ruben und mir stehen noch mehr erfahrene Wettkampfruderer sowie Neueinsteiger in Sachen Regattasport bereit, die auf noch mehr Rennen im nächsten Jahr hoffen lassen, gerne auch im Großboot. Der Wettkampfgeist ist geweckt. Die Vorbereitungen laufen.
An dieser Stelle einen ganz besonderen Dank an Stefan für die Organisation, Transport und Betreuung auch als „Nicht-Trainer“!

Melvin Hauschild