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EUREGA 2019

Der Mixed-Vierer
Der Mixed-Vierer Quelle: Heinz Effert
Der Riemen-Vierer
Der Riemen-Vierer Quelle: Heinz Effert
Der Jugend-Vierer beim Start
Der Jugend-Vierer beim Start Quelle: Heinz Effert
Da war wohl eine Welle etwas stark
Da war wohl eine Welle etwas stark Quelle: Heinz Effert
Der "Markus"-Vierer in Aktion
Der "Markus"-Vierer in Aktion Quelle: Christian Hillenberg
Die Zweiten mit Markus in der Bildmitte
Die Zweiten mit Markus in der Bildmitte Quelle: Christian Hillenberg

  • „Welcome To The Rowpublic!“
  • Erneut Podiumsplätze für den GTRVN bei der EUREGA


Am Samstag, 04. Mai, fand die 28. Auflage der Europäischen Rhein-Regatta EUREGA statt. Erneut trafen sich Ruderer zahlreicher Vereine, um sich in reinen Vereinsbooten oder in Renngemeinschaften im fairen sportlichen Wettkampf zu messen. Zur Auswahl standen traditionell wieder die Langdistanz über 100 km von St. Goar nach Bonn und die „Kurzstrecke“ über 45 km von Neuwied nach Bonn. Der GTRVN war bei dieser Traditions-Langstreckenregatta auch in diesem Jahr wieder stark vertreten, drei reine GTRVN-Boote sowie Markus Müller, Aushängeschild des Vereins in Sachen Marathonrudern, stellten sich der sportlichen Herausforderung. Leider spielte bei dieser Regatta im Gegensatz zu den letzten Jahren das Wetter nicht mit, Kälte, Niederschläge mit Graupel und Hagel und starker Gegenwind führten zu extrem schwierigen und unangenehmen Bedingungen. Kein Wunder also, dass hier keine Bestzeiten möglich waren.

Markus Müller startete auf der 100 km-Distanz im bewährten Team mit den Ruderkameraden Michael Ehrle, Stefan Verhoeven, Hendrik Nagel und Steuerfrau Anne Lang. Die Renngemeinschaft lieferte sich ein packendes Rennen mit den Dauerrivalen um das Ehepaar Jonischkeit, die sich für die EUREGA u.a. mit Tim Grohmann verstärkten, der sich 2012 Olympisches Gold im Doppelvierer sicherte. Auf den letzten Kilometern konnte das Team um Markus deutlich Boden gut machen, musste sich am Ende aber doch in der Zeit von 5:31:33 Stunden denkbar knapp mit dem Rückstand von nur 3:30 Minuten auf das Siegerboot mit Platz 2 begnügen. Eine fantastische Zeit bei diesen Witterungsbedingungen. Der Rückstand auf den Sieger bedeutet auf die 2000 m-Distanz heruntergerechnet gerade einmal 4 Sekunden Unterschied.

Ähnlich erging es dem Riemenvierer in der Besetzung Ruben Falkenburg, Jonas Effert, Fabian Schönhütte, Melvin Hauschild und Steuermann Jonas Köhlinger auf der 45 km-Strecke. Das GTRVN-Boot ging das Rennen beherzt an, befand sich lange Zeit in Schlagdistanz zum führenden Boot der NRG und musste sich am Ende äußerst knapp mit einem Abstand von ca. 1,5 Minuten geschlagen geben.

Ein engagiertes Rennen lieferte auf der „Kurzstrecke“ auch das GTRVN-Nachwuchsboot in der Besetzung Kilian Schwager, Robert Gundlach, Vincent Lessing, Julian Schüttler und Steuerfrau Luisa Jäger. Kurz vor der Regatta musste die Besetzung noch fast komplett durchgetauscht werden mit dem Ergebnis, dass die Besetzung nicht einmal in der EUREGA-Besetzung vor der Regatta trainieren konnte. Das Ergebnis ist ein hervorragender 4. Platz in einer stark besetzten Jahrgangsklasse, hauchdünn hinter dem Drittplatzierten. Bei Berücksichtigung der ganzen Umstände eine Leistung, die nicht hoch genug bewertet werden kann.

Den erfolgreichen Auftritt des GTRVN vervollständigte auch in diesem Jahr wieder das bewährte EUREGA-Mixed-Boot in der Besetzung Uli Groß, Helene Weißenfels, Sandra und Axel Gundlach sowie Steuerfrau Kathleen Proca. Das Team startete in diesem Jahr zum ersten Mal in der Altersklasse Masters E und erreichte einen respektablen 3. Platz. Diese Altersklasse hatte das Pech, als letzte Startklasse in Neuwied zu starten. Die über den gesamten Mittag schlechter werdenden Wetterbedingungen trafen das GTRVN-Boot hart, drei heftige Hagelschauer auf der Strecke sowie massiver Gegenwind auf den letzten 10 zähen Kilometern hinter Nonnenwerth forderten ihren Tribut. Mit dem 3. Platz in einer ebenfalls starken Konkurrenz war das Boot um Obmann Uli Groß zufrieden. Die Zeit, die deutlich hinter der Zeit aus dem letzten Jahr lag, war das Team allerdings nicht ganz glücklich. Fun Fact: mit der erzielten Zeit hätte das GTRVN-Boot in der Altersklasse Masters C, in der noch im letzten Jahr gestartet wurde, sogar den zweiten Platz errungen.

So sah man auch in den Reihen des GTRVN durchgehend zufriedene Gesichter, auch wenn es in diesem Jahr ausnahmsweise mal nicht zu einem Tagessieg gereicht hat. Auch der Veranstalter zeigte sich zufrieden, allein aufgrund der Tatsache, dass trotz der widrigen Umstände alle Starter das Ziel in Bonn unbeschadet erreicht hatten. Alle Teilnehmer wurden auch wieder mit dem begehrten EUREGA-Finisher-T-Shirt belohnt, dieses Mal in blau und dem Motto „Welcome To The Rowpublic!“ in gelber Schrift. Trotz aller Strapazen kann man davon ausgehen, dass der GTRVN auch im nächsten Jahr wieder eine schlagkräftige Truppe in die EUREGA-Rennen entsenden wird. Der Veranstalter ist wieder für die reibungslose Organisation zu loben. Vielleicht sollten wir nur überlegen, für die Regatta im nächsten Jahr unseren Wetterwart Martin Rummel an den Bonner Ruder-Verein auszuleihen. Sicher ist sicher.

Axel M. Gundlach