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GTRVN-Triathlon 2019

Die Anrudertruppe (in der trockenen Halle)
Die Anrudertruppe (in der trockenen Halle) Quelle: Martin Grzembke
fachmännisches Verladen in Bad Honnef
fachmännisches Verladen in Bad Honnef Quelle: Martin Grzembke
Dr. Thomas Hille und Lars Bonin
Dr. Thomas Hille und Lars Bonin Quelle: Susamme Grzembke
Kilian Schwager
Kilian Schwager Quelle: Susanne Grzembke
OB Jan Einig
OB Jan Einig Quelle: Susanne Grzembke
Alfred Hofmann
Alfred Hofmann Quelle: Susanne Grzembke
Ruben Falkenburg
Ruben Falkenburg Quelle: Susanne Grzembke
Andreas Eisenbart von Reuss Luzern
Andreas Eisenbart von Reuss Luzern Quelle: Susanne Grzembke
Martin Grzembke
Martin Grzembke Quelle: Susanne Grzembke
Die Rolandsbogen
Die Rolandsbogen Quelle: Susanne Grzembke
kleine Auffahrt
kleine Auffahrt Quelle: Susanne Grzembke

GTRVN-Triathlon 2019 mit den Disziplinen Anrudern, Bootstaufe und Frühlingsfest

Hat der GTRVN es wieder einmal geschafft, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: das traditionelle Anrudern, vier Bootstaufen und ein abendliches Frühlingsfest. Dies alles an einem Tag, mit Dauerregen von Neuwied bis Bad Honnef und mit sensationellen Teilnehmerzahlen. So sind wir wieder einmal der lebende Beweis dafür, dass das Wetter im Grunde genommen nur eine untergeordnete Rolle spielt, Sportvereine durchaus noch attraktiv sind und ehrenamtliches Engagement hoch im Kurs steht.

Teil I: Anrudern
Schon im Vorfeld lagen über 40 Anmeldungen für die geplante Halbtagesfahrt von Neuwied nach Bad Honnef vor. Aufgrund der überaus schlechten Wetterprognose, die dann am Veranstaltungstag auch noch eintraf, hatte Christoph mit zahlreichen Abmeldungen gerechnet. Diese hielten sich jedoch erstaunlicherweise in sehr engen Grenzen, so dass wir mit einer Flotte von sechs gesteuerten Vierern, einem Vierer-ohne und einem gesteuerten Dreier und insgesamt 38 Personen am Samstagmorgen in Richtung Bad Honnef aufbrachen. Nicht eine einzige Minute pausierte der Regen, obwohl GTRVN-Wetterwart Martin R. mit an Bord war! Auf der Höhe von Bad Hönningen fragten wir uns, wer verrückter sein muss, die Teilnehmer der gleichzeitig stattfindenden XLETIX-Challenge oder wir. Die Frage konnte jedoch nicht abschließend beantwortet werden. Wir waren jedenfalls froh, nicht noch Hindernisse überwinden oder durch den Schlamm robben zu müssen. Mit Blick auf den linksrheinisch gelegenen Rolandsbogen, der im Laufe des Tages noch eine Rolle spielen sollte, kamen wir gegen 13 Uhr mehr feucht als fröhlich in Bad Honnef an. Auch während des Verladens kannte der Regen keine Gnade und prasselte unaufhörlich auf uns herab. Nachdem alle acht Boote auf den beiden bereitstehenden Anhängern verladen und festgezurrt waren, teilte sich die Gruppe in Auto- und Zugfahrer auf. Die Autofahrer und -insassen kamen problemlos in Neuwied an, luden ab, reinigten die Boote und verstauten Boote und Bootsmaterial in den Hallen. Weniger optimal gestaltete sich die Rückfahrt der Zugfahrer. Von Bad Honnef bis Linz lief auch hier alles planmäßig. In Linz hieß es dann jedoch „Endstation (Sehnsucht)“ und zwar ohne Weiterfahrmöglichkeit! Als Grund wurde mangelnde Personalausstattung genannt, was die Sache leider nicht besser machte. Also machten sich die Autofahrer wieder auf, um die gestrandeten Zugfahrer in Linz abzuholen. Zum Abschluss-Imbiss im Räumchen war die ganze Truppe dann wieder vereint und die angebotenen Frikadellen-Brötchen fanden reißenden Absatz.

Teil II: Bootstaufen
Pünktlich um 18.30 Uhr begann der nächste Programmpunkt, die Taufe zweier Einer sowie die Indienststellung eines gebrauchten Riemenzweiers und eines grundüberholten Fünfers. Inzwischen hatte das Wetter eine 180°-Wende vollzogen und die Sonne ließ die Täuflinge und „Konfirmanden“ mit ihrem Blumenschmuck in voller Schönheit erstrahlen. Christoph begrüßte alle Anwesenden und dankte allen Spendern, die zu den Bootsbeschaffungen beigetragen haben.

Als erstes Boot wurde ein neuer Kinder-Einer für den Ausbildungsstandort Altwied von Lars Bonin auf den Namen „Schlumpfine“ getauft. Taufpate Thomas Hille hielt die dazugehörige Taufansprache. Weiter ging es mit einem neuen Einer für Neuwied, der das in die Jahre gekommene Boot „Pumuckl“ ersetzen sollte. Kilian Schwager taufte das Boot auf den Namen „Titanic“ in der berechtigten Hoffnung, dass kein Eisberg zum Untergang dieses Bootes beitragen wird.

Bevor nun die beiden gebraucht erworbenen Boote in den Dienst des GTRVN gestellt wurden, richtete Oberbürgermeister Jan Einig als Ehrengast einige Worte an die Veranstaltungsteilnehmer und würdigte das Engagement des GTRVN als aktiver Gestalter des Neuwieder Vereinslebens und Lokalsports. Auch Sportkreisvorsitzender Alfred Hofmann sprach ein Grußwort und ließ seine dreijährige Enkelin einen Beitrag zu den erfolgten Bootsanschaffungen überreichen. Sodann ergriff Stefan Kunz als neuer Stellvertretender Vorsitzender Sport das Mikrofon und begrüßte Andreas Eisenbart aus Luzern, der extra aus Anlass der Indienststellung des Riemenzweiers zusammen mit seiner Frau Barbara nach Neuwied gereist ist. Andreas Eisenbart konnte mit einigen interessanten Informationen aus dem „Vorleben“ des Bootes aufwarten. Der aus dem Hause Empacher stammende Zweier wurde als Trainingsboot für die Schweizer Nationalmannschaft angeschafft, so dass die neuen Nutzer des GTRVN mit der Übernahme des Bootes in große Fußstapfen treten. Ruben Falkenburg stellte das Boot mit dem Namen „blue man“ mit einem Pokal Rheinwasser in den Dienst des GTRVN. Last but not least hielt Martin die Ansprache zur Indienststellung des E-Fünfers „Rolandsbogen“, der im Winter 2018/19 vom Werkstattteam einer Grundsanierung unterzogen worden war. Das nun in neuem Glanz erstrahlende Breitensportboot ergänzt den Bootspark als Ausbildungs- und Wanderfahrtsboot. Da man am Vormittag genau bis zum Rolandsbogen gerudert war, fügte sich die Indienststellung dieses Bootes besonders gut in den Tagesablauf ein. Nachdem Martin die Rolandssage in stark verkürzter, aber für jedermann verständlicher Form vorgetragen hatte, stellte er das Boot mit dem üblichen Wunsch auf „allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ in Dienst. Bei strahlender Abendsonne wurden die Jungfernfahrten, bzw. „Indienststellungsfahrten“ vollzogen.

Teil III: Frühlingsfest
Den Mai-Regen hatte man ja schon am Vormittag mit großer Ausführlichkeit ausgekostet. Nun konnte die restliche Abendsonne beim Grillen auf der Terrasse oder vom Vereinsraum aus genossen werden. Da der Vereinsraum aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wieder einmal aus allen Nähten platzte, hatte man das Salatbuffet sowie einige zusätzliche Sitzplätze nach draußen verlagert. Christoph nutzte die Gelegenheit, um dem Sanierungsteam der „Rolandsbogen“ (Martin, Heiner, Marcus W, und Stefan) ein Dankeschön auszusprechen. Insgesamt sind etwa 300 Arbeitsstunden in die Grundüberholung des Bootes geflossen. Grillmeister Jonas versorgte die Anwesenden mit Grillgut. Dazu wurde eine üppige Auswahl an leckeren, selbst gemachten Salaten serviert. Die Jugendabteilung stellte den Thekendienst, so dass auch der Nachschub an flüssiger Nahrung gesichert war. Wer Bedarf an Vereinskleidung hatte, konnte Bestellungen aufgeben bzw. etwas aus dem Bestand erwerben. Auch die Gäste des RV Weser Hameln, die schon am Morgen todesmutig mit nach Bad Honnef gerudert waren, sowie die ebenfalls an der vormittäglichen Regenschlacht beteiligten Luzerner Gäste fühlten sich sichtlich wohl in der GTRVN-Runde. So zog sich die Veranstaltung bis in die späte Nacht hinein.

Fazit:
Auch wenn es ein anstrengender Tag war, so war das Zusammenfassen des Anruderns mit den Bootstaufen und dem abendlichen Frühlingsfest ein absolut gelungener Auftakt für die Rudersaison 2019. Der Regen vom Morgen wurde von vielen positiven Eindrücken des restlichen Veranstaltungstages in den Hintergrund gedrängt. Auch die wenig förderliche Behinderung des Tagesablaufs durch den mittäglichen Zugausfall konnte die Veranstaltung nicht sprengen. Wie gut, dass der GTRVN (noch) nicht an Personalmangel leidet und sogar Sonderschichten einlegt, um seine gestrandeten Ruderer zurück nach Neuwied zu holen!

Bettina Grzembke