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AH-AD - Tour auf der Mosel

Die Gruppe in Ruderkleidung
Die Gruppe in Ruderkleidung Quelle: Jürgen Kloos
Was ist in den Beckern?
Was ist in den Beckern? Quelle: Jürgen Kloos
Man achte auf die Trikots!
Man achte auf die Trikots! Quelle: Jürgen Kloos
Die Gruppe vor dem Hotel
Die Gruppe vor dem Hotel Quelle: Jürgen Kloos

Wanderfahrts-Bericht Christi-Himmelfahrt vom 29.5. bis 2.6.2019

Der Wunsch eines jeden Ruder-Wanderfahrers (und ganz besonders des Fahrtenleiters) ist und wird es wohl auch immer bleiben – dass der Wettergott ihm oder ihr hold gesonnen und die Sonne vom Himmel lachen lässt.

So geschehen während unserer oben erwähnten Wanderfahrt auf der Mosel von Mülheim (km 134,6) nach Hatzenport. (km 28,5) insgesamt 106 km.
12 Ruderinnen und Ruderer aus Essen, Krefeld, Siegburg und Neuwied starteten am Mittwoch, d. 29.5.2019 um 13.00 Uhr mit vorheriger Stärkung von Kaffee und Kuchen mit 4 PKW´s, Hänger und 2 Vierern, um nach Mülheim zu fahren, Boote sicher auf dem Gelände des Hotels „Weisser Bär „ zu lagern. Während ein Teil der Ruderer bei Sonnenschein kühle Getränke auf der Terrasse des Hotels genießen konnte, mussten die anderen den Hänger nach Hatzenport bringen und das geliehene Auto von Friedhelm Pasch zurück nach Neuwied bringen. Der Anfang bedurfte einiger Organisation aber dafür lief alles andere reibungslos ab.

Unsere nachfolgenden Etappen am 30.5.2019 von Mülheim über Zeltingen nach Traben-Trarbach führten uns an reizvollen Orten wie Lieser (ein hübscher Weinort mit vielen Sehenswürdigkeiten), Bernkastel der Mittelpunkt des Weinbaugebietes mit seiner Burgruine Landshut aus dem Jahre 1277, der „Bernkasteler Doktor“ dürfte auch nicht unbekannt sein, zu unserer Mittagspause nach Zeltingen zum Gasthaus „Weingärtner“, wo wir bestens versorgt wurden. Beim Ruderverein Traben-Trarbach, unserem Etappenziel, lagerten wir die Boote und fuhren zu unserer altbekannten Unterkunft „Weinhotel Hubertus“ in Klotten.

Dass wir diese Etappen nicht ohne Schleusungen per Bootsschleuse oder wenn geschlossen durch die große Schifffahrtsschleuse durchführen konnten, liegt wohl auf der Hand.
Die nächsten Tage gestalteten sich ähnlich. Teilweise per Zug und einem Begleitfahrzeug legten wir die Strecken von Traben-Trarbach nach Ediger Eller, von dort am dritten Tag nach Klotten und am letzten Tag nach Hatzenport zurück. Steil abfallende manchmal bis an die Mosel reichende Weinberge begleiteten unsere Ruderstrecken. Wir passierten bekannte Orte wie Reil mit seiner 1000jährigen Tradition und auf der Höhe liegenden “Marienburg“. Zell, die ehemalige Kreisstadt (keltischen Ursprungs) und mit seiner berühmten Weinlage „Zeller Schwarze Katz“.
In Ediger Eller bei der Kanustation konnten wir unsere Boote gut lagern und der 3. Rudertag brachte uns von dort nach Klotten. Heimspiel. An der Fähre wussten wir unsere Boote gut aufgehoben und zu Fuß marschierten wir zum Hotel. Der wunderschön gestaltete Garten des Hotels lud zum Verweilen und Ausruhen ein. Die Verpflegung darf auch nicht unerwähnt bleiben. Mit einem 3-Gang Menue einschl. „ein Gruß aus der Küche“ wurden wir alle ausgezeichnet verwöhnt

Klotten selbst hat schöne Fachwerkhäuser, enge Gassen, eine spätgotische Hallenkirche zu bieten und über allem thront die Burgruine Coraidelstein (Konradstein), um 1050 Residenz der Polenkönigin Richeza, von wo man den Blick über Klotten, die Mosel und Umgebung schweifen lassen kann.
Die Wanderfahrt neigt sich mit dem 4. Rudertag dem Ende zu.

Von Kotten nach Hatzenport mit einem nochmaligen Landdienstwechsel in Treis-Karden (damit alle noch einmal eine kurze Ruderstrecke zurücklegen konnten) endete die harmonische und vor allen Dingen ohne Personen- und Bootsschaden verlaufende Christi-Himmelfahrts-Rudertour 2019 auf dem Campingplatz Sonnnenwerth.
Die restlichen PKW´s wurden in Klotten abgeholt und in gemeinsamer Fahrt Richtung Neuwied ging es zum Abschiednehmen zum Bootshaus.
Ausschmücken könnte ich diesen Bericht noch mit vielen Erlebnissen während unserer Wanderfahrt.

Zum Beispiel, das in Kürze liebevoll hergerichtete Picknick in Zell-Kaimt (weil wir nicht rechtzeitig wie mit dem Gastwirt vereinbart um 14.00 Uhr eintreffen konnten)

Oder die vielen Motorbootfahrer, die uns leider immer wieder unliebsame Wellen vor den Bug warfen oder beim Anlegen störten,

Nilgänse, die einen Angriff starteten, um ihre Jungen zu verteidigen,

Das sogenannte 11-Uhr-Loch, wenn die Flasche Wein geöffnet wird, dem Neptun einen kleinen Schluck zugute kommen lassen und der Rest wird unter der Mannschaft aufgeteilt sowie kleine Leckereien.

Die Mosel selbst, dieses Mal erlebten wir sie als ganz normalen Flusslauf (ohne Hochwasser wie letztes Jahr), Sonne pur, eine Landschaft wie im Märchenbuch, wenn man mit offenen Augen schaut.
Mit diesen letzten Anmerkungen möchte ich meinen Bericht schließen, obwohl noch einiges zu erzählen wäre.

Mein Dank geht an alle Teilnehmer, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, ebenso an Klaus Huth, der uns die Ruderstrecke vorgeschlagen hatte. Auch ein Dankeschön an Friedhelm Pasch, der uns seinen PKW für den Transport der Ruderboote zur Verfügung stellte. All das hat dazu beigetragen, eine harmonische Wanderfahrt durchzuführen.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr.

Christel Malzi