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Traditionelle Pfingst-Ruder-Wanderfahrt auf der Lahn

Die Gruppe
Die Gruppe Quelle: privat
In der Schleuse
In der Schleuse Quelle: privat
Rast!!
Rast!! Quelle: privat

Die Senioren des Gymnasial-Turn-Rudervereins befahren die Lahn schon seit 40 Jahren. Diesmal begannen wir die Fahrt mit Freunden der Neuwieder Rudergesellschaft in Runkel, vor der letzten Schleuse zur Selbstbedienung.

Die Lahn ist auf einer Strecke von 171 Km durchgehend mit Booten befahrbar und zählt zu den schönsten Wanderflüssen Deutschlands. Sie kommt aus dem Rothaargebirge und trennt in ihrem Unterlauf den Westerwald vom Taunus. So ergibt sich ein reizvoller Wechsel zwischen breiten und engen Tälern, steilen Felsen und flachen Ufern, Wäldern, Wiesen und Felder. Die Kilometrierung zählt von Freudingen, Km 98, zunächst absteigend bis km 0- bei Kleebach, dann ansteigend bis zur Mündung in den Rhein, Km 137,3.

Die Strömung der Lahn ist bis Limburg gut, da der Flusslauf eng und mit Stromschnellen versetzt ist. Ab Limburg werden die Schleusen von Personal bedient – und bald, wie bereits in Diez, selbst elektrisch. Die Rast „Zum Mühlchen“ ist obligatorisch für die Mannschaft. Die kurze, entspannte Etappe bis Balduinstein, Km 90,7, ist schnell geschafft, und die Boote lagern wir auf die Wiese. Erfreulich zu erwähnen ist, dass Anwohner gerne helfen. Mit dem Zug geht es zurück nach Runkel, um mit Auto und Anhänger nach Neuwied zu fahren.

Mit der Bahn gelangen wir am nächsten Morgen zu den Booten. Während der zweiten Etappe nimmt der Sportbootverkehr zu und die Schleusungen werden deshalb langsamer. In Kalkofen feiern wir den Geburtstag einer Ruderin mit Kaffee, Kuchen und Eis. Der Landesteg der Kanuten in Nassau hat sich als Etappenziel bewährt.

Die schleusenreiche Strecke von Nassau bis Niederlahnstein wird am Schleusenhäuschen, an einer alten, stillgelegten Schleusenbucht, unterbrochen. Eine weitere Ruderin, die vor 40 Jahren auf der Lahn das Rudern begann, feiert Geburtstag und spendiert eine Runde Getränke. Leider sind hier die Anlegeplätze beschränkt, so dass die Ruderboote in der Pause verholt werden müssen.

Die letzte Schleuse in Niederlahnstein. Dann der Rhein mit Strömung, leichtem Schiebewind und angenehmer Temperatur lassen die dritte Etappe dieser schönen Wanderfahrt am Bootshaus in Neuwied ausklingen.

Klara Pasch


Anmerkungen zu den Fotos:

Beginn der Pfingst-Wanderfahrt auf der Lahn vor der Schleuse Runkel, die von den Ruderern noch selbst per Hand bedient werden muss.

Während zwei der Ruderkameraden oben darauf warten, bis der Wasserstand weit genug abgelaufen ist, um das untere Schleusentor für die Ausfahrt öffnen zu können, warten in der Schleuse Runkel die Boote bis diese wieder eingestiegen sind.

Eine kurze Mittagsrast im Mühlchen vor dem Campingplatz in Diez stärkt die Stimmung für die restlichen Tageskilometer bis Balduinstein.