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Ruderer des GTRVN auf dem Baldeneysee

Quelle: Peter Daberkow

Auf Einladung von Ruderfreunden vom Ruderclub am Baldeneysee (RaB) fuhren 20 Ruderinnen und Ruderer des GTRVN und der NRG am 6. Juli nach Essen zu einer Tagestour auf dem Baldeneysee. Mit 3 Booten des RaB startete man bei gutem Wetter in Richtung Ruhr aufwärts. Am Wochenende ist auf dem See reger Bootsverkehr, so dass die Steuerleute aufmerksam die Ruderboote auf dem Gewässer in Richtung Essen-Steele lenken mussten.

Der Baldeneysee ist eine grüne Oase inmitten des Ruhrgebietes, an den Ufern reichlich bewaldet. Über dem See herrschte reger Flugverkehr, denn es befindet sich dort eine Einflugschneise zum nahegelegenen Flughafen Düsseldorf. Die Fördertürme der ehemaligen Zechen Carl Funke und Heinrich erinnerten an längst vergangene Zeiten des Bergbaus. Mächtig ragte die Villa Hügel hervor, die von der Mitte des Sees zu erkennen war. Sie wurde im Essener Stadtteil Bredeney 1870 bis 1873 von Alfred Krupp errichtet und war das ehemalige Wohn- und Repräsentantenhaus der Industriellenfamilie Krupp. Heute ist die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin des Anwesens. In der Villa Hügel hat auch die Kulturstiftung Ruhr ihren Sitz.

Nach einem kurzen Zwischenstopp am TVK in Essen-Kupferdreh wurde nun auf der eigentlichen Ruhr bis zum 1. Wehr in Steele-Spillenburg gerudert. Die Ruhr ist durch Wehre gestaut, die nur mit Hilfe von sogenannten Wasserrutschen überwunden werden können. Das aufwendige Treideln ersparte man sich. Es ging wieder zurück zum eigentlichen See, den man nun bis zum Wehr in Richtung Kettwig befuhr. Vor dem Regattaturm fand ein Drachenboot- Rennen statt. Lautstark feuerte der „Trommler“ die Mannschaft an und man sah, dass es allen Beteiligten viel Spaß machte, das Boot im Takt nach vorne zu bewegen.

Die Ruderer beendeten ihre Tagestour wieder am RaB. Bei einem kleinen Abendessen saß man noch einige Zeit zusammen, bedankte sich bei den „Essenern“ und trat mit Autos wieder den Rückweg nach Neuwied an.

Ein schöner Rudertag auf einem herrlichen Gewässer war zu Ende. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist vorgesehen.

Klaus Dalpke