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Tagesfahrt von Hatzenport nach Neuwied

Quelle: privat

Die Wetteraussichten versprachen nichts Gutes, als nach der heißesten Woche des Jahres 10 Ruderinnen und Ruderer an die Mosel fuhren, um von Hatzenport zurück in die Deichstadt zur rudern. Sonne, Regen und heftige Gewitter waren gemeldet.

Gegen 9:30 Uhr waren die Boote „Julle“ und „Rolandsbogen“ mit samt Besatzung auf Wasser und wir starteten bei Sonnenschein unsere Tagestour. Vorbei an Brodenbach, Löf und Alken erreichten wir bei leichtem Nieselregen nach 7 km die Schleuse Lehmen. Leider war es uns nicht vergönnt, die Schleuse zügig zu passieren, da noch ein Motorboot vor uns wartete und nicht alle Boote gleichzeitig in die Schleuse passten. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit dem Verzehr von Haferkeksen und Cookies, die in ausreichender Menge in beiden Booten vorhanden waren.

Als alle die Schleuse passiert hatten, fuhren wir bei wiederum trockenem Wetter bis zum Campingplatz in Winningen, um dort eine größere Pause einzulegen. Hier bestellten wir das ein oder andere isotonische Getränk sowie zur Verwirrung des Gastwirts Speisen mit oder ohne Fleisch, Paprika und Schmand. Während des Essens hörten wir erstmals das ein oder andere Donnergrollen und studierten ausführlich den Regenradar bei „wetteronline.de“.

Da sich das Gewittergebiet „hinter“ uns befand, beschlossen wir, weiter zu rudern und passierten gegen 16:00 Uhr die Schleuse in Koblenz. Reger Schiffsverkehr ließ uns bei der Auffahrt auf den Rhein immer wieder leicht stoppen, bis wir endlich zu den letzten 16 km aufbrechen konnten.

An Rheinkilometer 603 machten wir - aus Gewohnheit - noch eine kurze Rast, die uns allerdings zum Verhängnis werden sollte. Wie aus dem Nichts umhüllte uns plötzlich eine dunkle Regenwolke mit Starkregen, Blitz und Donner. Völlig durchnässt suchten beide Boote kurzentschlossen das rettende Ufer bzw. den Yachthafen auf, um dort den Gewitterschauer abzuwarten. Gegen 18:00 Uhr hatte sich das Gewitter verzogen und wir konnten mit reichlich Wasser in beiden Booten die letzten Kilometer zurücklegen.

Auch wenn wir den Neuwieder Bootsanleger nicht trocken erreichen konnten, war die Stimmung beim Anlegen bestens und nach dem Verstauen der Boote im Bootshaus gab es nochmal eine Runde Haferkekse und Cookies für alle, denn die hatten das Gewitter trocken überstanden.

Martina Malkusch-Witte