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Einertraining in Niederhausen


Am 15. September 2019 starteten wir morgens vom GTRV Neuwied zum Einerrudertraining in Skiffbooten auf dem Nahe-Stausee in Niederhausen bei Bad Kreuznach. Organisiert von Patrik Sassin, waren vier Rudererinnen des Ruderverbandes Rheinland an Bord. Patrik bot dieses Einertraining in Niederhausen an weil dort bessere Ruderbedingungen vorliegen als in Altwied oder auf dem Moselstausee in Koblenz. Dort sind z.B. wenige und langgezogene Flussbiegungen, die nicht ständig Kurskorrekturen erfordern, ein breiter Fluss mit wenig Fließgeschwindigkeit, kein Schifffahrtsbetrieb, keine Blaualgen (ein Kentern ist in Skiffs so gut wie vorprogrammiert und es ist dann doch etwas angenehmer, wenn das Wasser ruhig und sauber ist).

Schönstes Spätsommerwetter war vorhergesagt mit Temperaturen jenseits der 25 Grad. Der Kontakt zu dem örtlichen Ruderverein RKV kam durch Patrik aufgrund von dort durchgeführten Lehrgängen zu Stande und so wusste er um die guten Bedingungen auf dem Nahe-Stausee. Dort angekommen erhielten wir eine Bootshauseinweisung und Infos über die nutzbaren Einerskiffs. Kritisch wurde die Wassertemperatur von uns geprüft und für sehr kalt befunden. Ein Hineinfallen erschien wenig reizvoll, da aber damit zu rechnen war, enthielten die jeweiligen Sporttaschen genügend Wechselkleidung.

Patrik erklärte uns Grundlagen des Einerruderns in Skiffs. Wir übten zunächst das Einsteigen in die Skiffs am Anleger und führten Balanceübungen durch, um ein Gefühl für die Boote zu bekommen, die auf jede Bewegung sofort reagieren. Kurzerhand schloss sich uns eine Ruderanfängerin des RKV mit Windsurferfahrung an.

Nach diesen ersten Übungen ruderten wir in Sichtweite des Anlegers (und Patrik’s!). Eine von uns wagte sich freiwillig ins kalte Nass, um zu üben, wie man nach einem Kentern wieder ins Boot einsteigt. Wir anderen verzichteten darauf - obwohl es natürlich sinnvoll ist, das zu üben. Aber dann doch lieber bei etwas höherer Wassertemperatur ;-). Tatsächlich forderte das kalte Wasser seinen Tribut, da es nicht sofort gelang, wieder ins Boot zu klettern und eine kleine Verschnauf-, Erholungs- und Aufwärmpause notwendig war.

Die Zeit verflog rasend schnell und der Magen verlangte nach Nahrung. Wir orderten Pizza und Salate in der nahe gelegenen Pizzeria und genossen die Pause am idyllischen Grillplatz des RKV. Als Nachtisch dienten selbst gebackener Kuchen und Cookies, beides für sehr lecker befunden!
Inzwischen war es sommerlich heiß und nach der Pause gingen wir alle aufs Wasser um gemeinsam eine insgesamt 6 km lange Strecke zu rudern. Nun wurde doch noch das unfreiwillige Kentern zum (ungewollten) Thema, was die Sache erschwerte. So ruderte jede nach ihren Möglichkeiten bis schließlich am späten Nachmittag alle nach und nach erschöpft an Land kamen (OK - Patrik war sicherlich höchstens von den unermüdlichen Erklärungen erschöpft ;-)). Wir waren alle sehr zufrieden mit dem Tag und dankbar für Patriks Geduld mit uns vier Rudererinnen. Wir haben viel gelernt und jede hat eigene, wertvolle Erkenntnisse mit nach Hause genommen.

Schließlich ließen wir den schönen Tag mit einem kurzen Abstecher in ein Pub in Koblenz ausklingen.
Fazit: Viel gelernt und dabei Spaß gehabt :-) Gerne wieder und vielen Dank an Patrik!

Nadine Harpel