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Grüner Moselpokal 2019

Siegerehrung des Doppelvierers
Siegerehrung des Doppelvierers Quelle: privat
Achter von oben
Achter von oben Quelle: privat
Die zusammengewürfelte Achter-Mannschaft
Die zusammengewürfelte Achter-Mannschaft

Traditionell findet am letzten Septemberwochenende der Grüne Moselpokal in Bernkastel-Kues statt. Dieses Jahr starteten ein Masters Männer Vierer sowie zwei Senior-Sportler in Renngemeinschaft für den GTRVN. Hier ein paar Einblicke aus dem Rennvierer und Achter.

Am frühen Samstagmorgen machten wir uns im vollbesetzten Vereinsbus auf den Weg nach Bernkastel. Dort angekommen wurden schnell die Boote abgeladen, da Lukas und ich gleich im ersten Rennen des Tages, dem Seniormänner Doppelvierer, an den Start gehen sollten. Gemeinsam mit unseren Bootspartnern aus Koblenz wurde die Aura aufgeriggert und nach kurzer Rennbesprechung auf Wasser gegangen. Die 4000m absolvierten wir mit konstanter Frequenz, langen Schlägen und einer engen Wende, was im Ergebnis einen Vorsprung von gut 14 Sekunden auf den Zweitplatzierten ausmachte.

Als nächstes war der Masters D Doppelvierer an der Reihe, zu dem anzumerken ist, dass sich das Quartett zum Training immer nur im Riemenvierer zusammengefunden hatte und nun aus Ermangelung an Gegenmeldungen im Doppelvierer an den Start ging. Diesem Fakt zum Trotz gingen Eric Schmidt, Stefan Kunz, Hans Peter Goldscheid und Ulrich Groß mit Steuermann Niklas Rink mit dem Vorsatz auf Wasser ebenfalls möglichst gleichmäßig über die 4000m zu schieben und so das Boot auf Tempo zu halten auf Wasser. Vom Ufer aus auf dem letzten Streckenabschnitt angefeuert legten sie sich zwar nicht in die Riemen, zogen dafür aber umso verbissener an den Skulls und belegten damit in einem starken Meldefeld den achten Platz.

Nach einem Austausch der Rennerfahrungen und einer kleinen Erholungspause war es auch schon so weit und Lukas und ich konnten gemeinsam mit Sportlern aus Ulm, Köln und Koblenz unseren Achter für das Rennen um den Peter Mertes Pokal vorbereiten. Nachdem unsere Steuerfrau ihr Doppelzweier Rennen absolviert hatte ging es dann auch gleich zum Ablegesteg. Auf Wasser wurde denn zügig das Boot eingestellt, sowie eine im Achter gar nicht mal so einfache Wende geprobt. Dann hieß es auch schon Start frei und wir gingen als vorletztes Boot des Tages auf die 4km lange Strecke.

Das erste Streckenviertel überbrückten wir mit einem zügigen Startspurt, dessen Tempo dann bis zur Wende mit mehreren Druckzehnern aufrechterhalten wurde. Nach dieser hieß es dann Zähne zusammenbeißen, für alle war es mindestens das zweite Rennen des Tages, aber jeder wusste, dass es auch das letzte sein würde und dass alle Kräfte noch einmal mobilisiert werden mussten. Angetrieben von unserer Steuerfrau warfen wir alles in die Waagschale bis das Zielkommando ertönte.

Jetzt hieß es Abwarten bis zur Siegerehrung, ob sich die Mühen auch gelohnt hatten, denn um den Spannungsbogen aufrechtzuhalten werden die Ergebnisse des Achterrennens nicht ausgehangen sondern als letzter Punkt der Siegerehrung verkündet.
Nachdem wir nicht als Dritt- und Zweitplatzierter aufgerufen wurden (beide Plätze gingen an niederländische Achter aus Rotterdam und Nijmegen), fiel der ganzen Mannschaft ein Stein vom Herzen, als die Renngemeinschaft Neuwied, Ulm, Köln, Koblenz und Godesberg (Steuerfrau) zu den Weinköniginnen gebeten wurden, um den Pokal sowie den Regattawein im Empfang zu nehmen. Es hatte für einen Vorsprung von 10 Sekunden auf den Zweitplatzierten und somit zum Sieg gereicht, was den Regattatag in Bernkastel schön abrundete.

Während der Rest des Achters den Sieg gebührend auf der After Row Party feierte, ging es für uns schon zurück nach Neuwied, um auch an den nächsten Tagen fit fürs Training zu sein und die Vorbereitungen auf die Sprintmeisterschaften fortsetzen zu können.

Melvin Hauschild